Solarium: gefährliche Bräune aus der Röhre

June 22, 2016

 

Millionen Deutsche wollen rund ums Jahr nicht auf gebräunte Haut verzichten. Sie nutzen die künstliche Sonne, obwohl Solarien unter Krebsverdacht stehen und für einige sogar verboten sind.

Deutschland ist Europameister im Baden unter künstlicher Sonne – über 14 Millionen Deutsche gehen ins Solarium. Mit einem gebräunten Teint meinen viele, jung, attraktiv und gepflegt auszusehen. Darauf wollen sie auch in sonnenarmen Monaten nicht verzichten. Die gesundheitlichen Risiken durch das erhöhte Krebsrisiko blenden sie einfach aus. Eine unter Collegestudentinnen zeigte sogar, dass sich junge Frauen weniger davon schrecken lassen, dass sie Hautkrebs bekommen könnten. Erst der Hinweis, dass die künstliche Sonne die Haut schneller altern lässt, wirkt abschreckend.

Auch Kinder und Jugendliche sind sich der Gefahren für die Haut nicht bewusst, die von der künstlichen Sonne ausgehen. Um sie vor Hautkrebs zu schützen, hat das Bundeskabinett im März 2009 ein Solarienverbot für Minderjährige beschlossen.

Solarium

Bräune als Schutzfunktion der Haut

Das Bräunen im Solarium funktioniert im Prinzip wie Bräunen in natürlicher Sonne. Das UV-Licht regt die Melanozyten an, die Pigmentzellen. Sie liegen in der Tiefe der Oberhaut und bilden Melanin. Den braunen Hautfarbstoff geben sie an die umliegenden Zellen weiter, die dann dunkler erscheinen. Allerdings erneuern sich die menschlichen Hautzellen kontinuierlich, daher verblasst die Bräune langsam. Je höher der UVB-Anteil ist, umso länger hält die Farbe, je höher der UVA-Anteil ist, umso schneller bräunt die Haut.

Zusätzlich regen die UV-Strahlen die Hirnanhangdrüse an, diese produziert Endorphine, also Glückshormone, das Wohlbefinden steigt. Licht fördert auch die Produktion von Vitamin D3, das mit Kalzium und Phosphor für die Stabilität der Knochen zuständig ist.

Allerdings kurbelt vor allem die UVB-Strahlung die Vitamin D3-Produktion an, die meisten Sonnenbänke sondern aber vor allem UVA-Strahlen ab.

Solarium

Die Wirkung der UVA-, UVB- und UVC-Strahlen

Die Lichtstrahlen lassen sich nach ihrer Wellenlänge in UVA-, UVB- und UVC- Strahlen einteilen. UVA-Strahlen sind langwellig und können daher tief in die Haut eindringen. Sie bräunen, bauen aber keinen Lichtschutz auf. Ralf Blumenthal vom Bundesverband der Dermatologen (BVDD) warnt: „UVA-Strahlen sind für die Alterung der Haut verantwortlich, sie machen sie schneller faltig und schrumpelig.“ Künstliche Sonnenstrahlen, wie in Solarien, enthalten meist nur UVA-Licht. Experten raten zur Vorsicht: Der UVA-Anteil von Solarien ist übermäßig hoch, daher sind die Spätfolgen dieselben wie die durch übermäßige Sonnenbestrahlung.

Solarien strahlen anders als die Sonne

Viele Heimgeräte und Höhensonnen haben einen höheren UVB-Anteil als moderne teure Studiogeräte. Das UVB-Licht ist kurzwelliger und energiereicher und kann nicht so tief eindringen. Durch geringe Dosen bildet die Haut eine Lichtschwiele, eine Verdickung der obersten Hautschicht. Sie wirkt wie ein natürlicher Sonnenschutz.
Da nur die UVB-Strahlen diesen Hautschutz aufbauen können, Sonnenbänke diese aber in der Regel kaum ausstrahlen, ist es nicht möglich im Solarium die Haut für den Urlaub vorzubräunen.
In größeren Mengen kann die UVB-Strahlung Sonnenbrand verursachen und ist an der Entstehung von Hautkrebs beteiligt.

Außerdem gibt es noch die UVC-Strahlen, die sehr kurzwellig und äußerst aggressiv sind. Die Ozonschicht filtert sie heraus, wenn sie intakt ist, in Solarien kommen sie nicht vor.

Please reload

Featured Posts

I'm busy working on my blog posts. Watch this space!

Please reload

Recent Posts
Please reload

Archive
Please reload

Search By Tags

I'm busy working on my blog posts. Watch this space!

Please reload

Follow Us
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square

Unternehmen

Impressum     Datenschutz    Karriere

  • Facebook - Black Circle
  • Google+ - Black Circle
  • Instagram - Black Circle

Herzogstrasse 67 - 80803 München - 089 / 38 33 84 33 - info@setai-waxing.de